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Die Pfarrgemeinde St. Franziskus in Beckum

Die Vorgeschichte der
ST. FRANZISKUS – GEMEINDE
in Beckum

1193

Gründung der Pfarrei St. Pankratius in Vellern
wahrscheinlich auf Betreiben der Ritter von Vellern in Verbindung mit der Benediktinerabtei Liesborn.

Es war die Zeit der Kreuzzüge und die Zeit des Franziskus
Der Heilige Franziskus war 1193 12 Jahre alt.
Aus dieser Zeit stammen noch der Taufstein und der untere Teil des Turmes der heutigen Vellerner Kirche.

1633

Der dreißigjährige Krieg tobt.
In Vellern wird das Dorf verwüstet, zahlreiche Häuser zerstört.
Der Vellerner Pfarrer wird mit 16 Pfarrangehörigen verschleppt und gegen ein Lösegeld von 100 Talern wieder freigekauft.

1745

wird das „Alte Pfarrhaus“ in Vellern gebaut

1894

Einweihung der Kirche St. Joseph in Neubeckum
als Filialkirche der Pfarrei St. Jakobus, Ennigerloh.
Nachdem seit Mitte des 19. Jahrhunderts am Bahnhof zwischen Ennigerloh und Beckum die Zementindustrie immer weiter ausgebaut wurde, dort eine Ortschaft entstanden war und schon jahrelang Gottesdienste in einem Saal gefeiert wurde, war der Kirchbau notwendig geworden.

1900

Aus der Rektoratsgemeinde Neubeckum wird die selbständige Pfarrgemeinde St. Joseph. 
In den nächsten Jahren baut die Kirchengemeinde das Krankenhaus (1904), einen Kindergarten und das Vereinshaus ( 1924), in St. Pankratius wird       1909 eine katholische Bücherei errichtet.

1931

Aufstockung des Turmes in St. Pankratius

1933

Erweiterung der St. Pankratiuskirche (neues Seitenschiff, neuer Chrorraum, neue Sakristei)
Auch in St. Joseph wird in dieser Zeit für den Anbau von 2 Türmen an die Kirche und für einen Erweiterungsbau gesammelt und gespart.

1945

Die Neubeckumer Pfarrkirche St. Joseph wird durch Fliegerangriffe am Ende des 2. Weltkrieges stark beschädigt. 
Aufgrund der strategisch wichtigen Bahnlinie vom Ruhrgebiet nach Berlin, die durch Neubeckum lief, war der Ort Ziel mancher Angriffe.
Erst Ende 1946 konnte die zerbombte Kirche wieder genutzt werden.

1956

wird in der Bauerschaft Hinteler (Ortsteil Roland) ein Kirchbauverein gegründet

mit dem Ziel eine eigene Kirche zu errichten für die durch die Industrialisierung inzwischen stark angewachsene Bevölkerung (800 Katholiken).

Auch in Neubeckum ist die Zahl der Gemeindemitglieder von 2500 (1910) auf über 7000 (1965) angestiegen und man plante eine zweite Kirche in Neubeckum zu bauen. 

1966

wird  die Christkönigkirche in Roland  eingeweiht

als Filialkirche der Pfarrgemeinde Liebfrauen in Beckum.

1967

wird der Erweiterungsbau der Neubeckumer St. Joseph-Kirche mit Turm eingeweiht
nachdem man zuvor die Pläne für die Abpfarrung einer zweiten Neubeckumer Gemeinde mit eigener Pfarrkirche aufgegeben hat.
Gleichzeitig bekamen in dieser Zeit die Pfarrkirchen St. Pankratius und St. Joseph eine neue Innengestaltung, die den Veränderungen des 2. Vatik. Konzils Rechnung tragen sollte. In beiden Kirchen hat der Vellerner Künstler H.G. Bücker dabei maßgeblich mitgewirkt. Das Konzil hinterließ nicht nur baulich seine Spuren. Die Liturgie wurde verändert und fand jetzt in der Muttersprache statt.

In Neubeckum werden 2 weitere Kindergärten und eine Kindertagesstätte gebaut. Sowohl in Vellern als auch in Neubeckum entsteht ein neues Pfarrhaus.

1968

Die ersten von den Gemeinden gewählten Pfarrkomitees traten in Neubeckum und Vellern zusammen. (später Pfarrgemeinderäte).

In Roland wurde ein Filialgemeinderat gewählt.

1974

wurde der Pfarrverband Beckum gegründet, dem St. Pankratius Beckum und Christkönig Roland angehörten. 
Neubeckum schloss sich dem Pfarrverband Beckum erst 1976 an, nachdem geklärt war, dass Neubeckum bei der kommunalen Neugliederung zur Stadt Beckum und nicht zu Ennigerloh gehören wird.

1999

schreibt der Bischof allen Gemeinden einen ersten Brief, in dem er die Notwendigkeit noch engerer Kooperationsformen mehrer Gemeinden darlegt. 
Der Pfarrverbandsrat beschließt, eine Lösung innerhalb des Pfarrverbandes zu finden, der alle Gemeinden zustimmen können. Nachdem der Bischof die Gemeinden dann in einem zweiten Brief ultimativ aufforderte bis Ostern 2001 neue Kooperationsformen zu bilden, einigte man sich darauf aus den bisherigen 6 Gemeinden des Pfarrerverbandes 2 Einheiten kooperierender Gemeinden zu bilden. Eine davon       sollte aus den Pfarrgemeinden St. Joseph und St.  Pankratius, sowie der Filialgemeinde Roland bestehen. Alle Seelsorger und alle Pfarrgemeinderäte stimmten dieser Regelung zu. Anschließend trafen sich die Pfarrgemeinderäte unserer Einheit, um zu entscheiden für welche Form der Zusammenarbeit wir uns entscheiden. Man hatte die Wahl zwischen „Pfarreiengemeinschaft (lockerer Verbund). Seelsorge- Einheit (faktische Fusion auf seelsorglicher Ebene, aber Verbleib der rechtlich- finanziellen Selbständigkeit) und Fusion ( Auflösung der bisherigen Gemeinden und Bildung einer neuen Gemeinde. Alle drei Pfarrgemeinderäte sprachen sich für eine „Seelsorgeeinheit“ aus.

1.1.2001

Die Filialgemeinde Christkönig wird umgepfarrt

von der Pfarrgemeinde Liebfrauen zur Pfarrgemeinde St. Joseph in Neubeckum, behält aber ihren Sonderstatus mit eigenem Filialgemeinderat.

Herbst 2001 

erste Wahl eines Seelsorgerates als pastorales Leitungsgremium
und von drei Gemeinderäten mit beratender Funktion

2001- 2005   

Das Seelsorgeteam bestehend aus Pfarrer Schulz, Pfarrer Golks und dem Kaplan (bis 2002 Andreas Dieckmann, 2002-2004 Michael  Vehlken, seit 2004 Lars Hofmann) arbeitet als Team in allen drei Gemeinden der Seelsorge-Einheit mit unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten. Die Kapläne sind für alle drei Gemeinden eingesetzt. Pfarrer Schulz ist Pfarrer in Neubeckum und Roland, und wird zum Vikarius Cooperator ernannt. Pfarrer Golks bleibt Pfarrer in Vellern und wird zusätzlich zum Vikarius Cooperator in Neubeckum und Roland ernannt.

Die Gottesdienstzeiten werden abgestimmt und die Zahl der Gottesdienste reduziert.

Es wird ein gemeinsames Modell für die Katechese  erarbeitet.

Ab 2003

findet erstmals eine gemeinsame Fronleichnamsprozession aller drei Gemeinden statt als Sternprozession zu einem Bauernhof, der dort liegt, wo die Grenzen der drei Gemeinden aneinander stoßen.

Januar 2005

Pfarrer Golks verlässt die Gemeinde St. Pankratius, und tritt eine neue Stelle als Vikarius Cooperator in Duisburg an.

Pfarrer Schulz wird vom Bischof auch zum Pfarrer von St. Pankratius ernannt.

März 2005

auf der Klausurtagung des Seelsorgerates, der Kirchenvorstände und der 3 Gemeinderäte (geleitet von der Fachstelle Gemeindeentwicklung des BGV) beschließt man, in der 2. Legislaturperiode keine Gemeinderäte mehr zu wählen. Die absolute Mehrheit spricht sich dafür aus, dass wir eine Zusammenlegung der Gemeinden anstreben. Es wird ein Planungsausschuss aus Mitgliedern beider Kirchenvorstände gebildet (Herr Niklas vom Bischöflichen Generalvikariat wird um Begleitung gebeten)

2005

Pfarrversammlungen in allen 3 Gemeinden, auf denen die Pläne vorgestellt werden. 
In Roland und Neubeckum finden sie deutliche Zustimmung, in Vellern wird  lebhaft und kontrovers diskutiert.

August 2005

Anne Wieck beginnt als Pastoralreferentin ihren Dienst in der Seelsorgeeinheit

Herbst 2005

Der zweite Seelsorgerat wird gewählt.

2005

Beide Kirchenvorstände einigen sich darauf, schon im nächsten Jahr eine Fusion anzustreben, um im November 2006 schon einen gemeinsamen Kirchenvorstand wählen zu können.
Im Weihnachtspfarrbrief  werden die Gemeindemitglieder gebeten, Namensvorschläge zu machen. 8 Namensvorschläge mit Begründung werden eingereicht und bei der Klausurtagung der Gremien gesichtet.

Februar 2006

Bei der Klausurtagung von Seelsorgerat und Kirchenvorständen wird beschlossen:  
Wir möchten am 11. Juni unser Gemeindegründungsfest begehen. Wir schlagen dem Bischof als Pfarrkirche St. Joseph vor.
Wir schlagen dem Bischof 4 mögliche Namen vor:
St. Franziskus, St.Pankratius, Kardinal von Galen und Christkönig.

April/ Mai 2006 

Der Bischof teilt mit dass er mit Wirkung vom 11. Juni die  bisherigen Gemeinden auflöst und   die neue Gemeinde St. Franziskus errichtet.  Die Kirche St. Joseph wird zur Pfarrkirche ernannt.

11. Juni 2006

Eine neue Gemeinde entsteht.
Gemeindegründungsfest der Kirchengemeinde St. Franziskus 
Die drei Kirchen behalten jedoch ihren alten Namen.

Thomas Schulz wird vom Definitor des Dekanates Beckum Pfr. Karl Kemper als erster Pfarrer von St. Franziskus eingeführt.
Auch Anne Wieck und Lars Hofmann werden       für ihren Dienst in der Kirchengemeinde St. Franziskus beauftragt.

Die 800 jährige Kirchengeschichte wird unter dem Namen dessen weitergeführt, 
der lebte als diese Geschichte des Christentums hier begann.