Chronik St. Joseph

 Von der katholischen Josephskapelle, Werl
zur Pfarrkirche St. Joseph, Neubeckum, 
kath. Pfarrgemeinde St. Joseph, Neubeckum

Quelle: Heimatverein Neubeckum

Als um die Mitte des 19. Jahrhunderts die Köln-Mindener-Eisenbahn durch die Ennigerloher Bauernschaft Werl gebaut und dort der Haltepunkt „Beckum-Ennigerloh errichtet wurde, siedelten sich hier bald Eisenbahner, Händler und Handwerker an. Viele Arbeiter und Tagelöhner fanden in der aufblühenden Kalkindustrie Beschäftigung. So wuchs die Zahl der Häuser von 48 im Jahre 1818 auf 120 (davon 31 in Bahnhofsnähe) im Jahre 1885. Da der Weg zur Pfarrkirche St. Jacobus im 5 km entfernten Ennigerloh besonders im Winter oft nicht passierbar war, strebten die katholischen Bewohner der Bauernschaft Werl den Bau einer eigenen Kirche an. Bis dahin besuchten viele den sonntäglichen Gottesdienst in besser erreichbaren Kirchen wie etwas Enniger, Ahlen, Vellern oder Beckum. Die Mutterpfarre stand diesem Wunsch aufgrund der finanziellen Schwächung bei einer späteren Abpfarrung ablehnend gegenüber. Doch konnte man mit der Zeit nicht umhin, das Anliegen als ein echtes Bedürfnis anzusehen, auf das zudem von staatlichen wie kirchlichen Aufsichtsbehörden mehrfach aufmerksam gemacht worden war.

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